1. Definieren Sie die Produktvision
Jedes erfolgreiche Produkt beginnt mit einer klaren Vision. Die Produktvision beschreibt, was das Produkt erreichen soll und warum es für das Unternehmen wichtig ist. Diese Vision dient als Orientierungshilfe während des gesamten Discovery- und MVP-Entwicklungsprozesses und stellt sicher, dass alle Bemühungen auf die Gesamtziele des Produkts abgestimmt sind.
Berücksichtigen Sie bei der Definition der Produktvision:
- Unternehmensziele: Was sind die strategischen Ziele des Unternehmens und wie passt das Produkt zu ihnen?
- Bedürfnisse des Benutzers: Welche Benutzerprobleme oder Schmerzpunkte wird das Produkt lösen?
- Differenzierung: Wie wird sich das Produkt von Wettbewerbern auf dem Markt abheben?
Eine klar definierte Produktvision schafft die Voraussetzungen für eine detailliertere Planung und Entwicklung.
2. Nutzerforschung durchführen
Nutzerforschung ist ein wichtiger Bestandteil der Discovery-Phase, da sie tiefe Einblicke in das Verhalten, die Präferenzen und die Schmerzpunkte Ihrer Zielgruppe bietet. Indem Sie Ihre Nutzer verstehen, können Sie sicherstellen, dass das von Ihnen entwickelte Produkt relevant, nützlich und ansprechend ist.
Zu den gängigen Methoden der Nutzerforschung gehören:
- Vorstellungsgespräche: Direktes Gespräch mit potenziellen Nutzern, um qualitative Erkenntnisse zu gewinnen.
- Umfragen: Verteilung von Fragebögen an ein größeres Publikum, um quantitative Daten zu sammeln.
- Benutzerpersönlichkeiten: Erstellen Sie fiktive Repräsentationen Ihrer Zielbenutzer auf der Grundlage von Recherchen.
- Reisekarten für Benutzer: Darstellung der Schritte, die Benutzer zur Erledigung bestimmter Aufgaben unternehmen, wobei Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten hervorgehoben werden.
Diese Erkenntnisse helfen Ihnen dabei, fundierte Entscheidungen über Produktmerkmale, Design und Funktionalität zu treffen und sicherzustellen, dass Ihr MVP die wichtigsten Benutzeranforderungen erfüllt.
3. Führen Sie Markt- und Wettbewerbsanalysen durch
Um sicherzustellen, dass Ihr Produkt auf dem Markt wettbewerbsfähig ist, ist es wichtig, die Wettbewerbslandschaft zu verstehen. Durch die Durchführung einer Marktanalyse können Sie Trends, Chancen und Bedrohungen identifizieren, die sich auf den Erfolg Ihres Produkts auswirken könnten.
Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören:
- Konkurrenzforschung: Analyse der Produkte, Funktionen, Preisstrategien und Benutzerfeedback der Wettbewerber.
- Markttrends: Identifizierung von Branchentrends und technologischen Fortschritten, die sich auf Ihr Produkt auswirken könnten.
- SWOT-Analyse: Bewertung der Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen Ihres Produkts.
Diese Studie bietet einen wertvollen Kontext dafür, wie Ihr Produkt in den breiteren Markt passt, und hilft Ihnen, Differenzierungsmöglichkeiten zu identifizieren.
4. Beurteilen Sie die technische Machbarkeit
Bevor Sie mit der Entwicklung fortfahren, müssen Sie unbedingt feststellen, ob das Produkt technisch machbar ist. Dazu gehört die Bewertung der verfügbaren Technologien, Tools und Ressourcen, um sicherzustellen, dass Ihr Produkt innerhalb der gegebenen Einschränkungen (z. B. Budget, Zeit, Teamfähigkeit) gebaut werden kann.
Eine technische Machbarkeitsbewertung beinhaltet:
- Bewertung des Technologie-Stacks: Ermitteln der besten Frontend-, Backend-, Datenbank- und Infrastrukturlösungen für Ihr Produkt.
- Integrationsanforderungen: Bewertung, ob das Produkt in andere Systeme oder Plattformen integriert werden muss.
- Zuteilung von Ressourcen: Verständnis der Fähigkeiten des Entwicklungsteams und Identifizierung potenzieller Qualifikationslücken
Indem Sie sich frühzeitig mit diesen technischen Überlegungen befassen, können Sie kostspielige Verzögerungen und Hindernisse im späteren Entwicklungsprozess vermeiden.
5. Definieren Sie den Produktumfang und die Anforderungen
Sobald Sie Erkenntnisse aus Nutzerforschung, Marktanalysen und technischen Bewertungen gewonnen haben, müssen Sie im nächsten Schritt den Umfang Ihres MVP definieren. Ziel ist es, sich auf die wesentlichen Funktionen zu konzentrieren, die die Hauptprobleme Ihrer Benutzer lösen und gleichzeitig unnötige Komplexität minimieren.
Beachten Sie bei der Definition des Produktumfangs Folgendes:
- Kernfunktionen: Was sind die „unverzichtbaren“ Funktionen, die den Nutzern einen Mehrwert bieten und Ihre Produktidee validieren?
- Geschichten von Nutzern: Das Schreiben von User Stories hilft dabei, die spezifischen Aufgaben zu beschreiben, die Benutzer innerhalb des Produkts erledigen müssen.
- Priorisierung von Funktionen: Verwenden Sie Techniken wie die MoSCoW-Methode (Must Have, Should Have, Could Have, Won't Have), um Funktionen zu priorisieren.
Dieser Schritt stellt sicher, dass Sie einen klaren Plan für das MVP haben, einschließlich dessen, was in der ersten Version enthalten sein wird und was für zukünftige Iterationen verschoben werden kann.